Gemeinsamer Reformationsgottesdienst für Auferstehung und Liborius in der St.-Liborius-Kirche

Einladung zu diesem besonderen Gottesdienst mit Superintendent Wilhelm Helmers und Pastor Schäfer (Aufstellungspredigt)

Nach vielen Monaten der Diskussion und einem intensiven Meinungsaustausch ist die Entscheidung vom niedersächsischen Landtag im Juni gefällt worden: Der 31. Oktober wird neuer gesetzlicher Feiertag in Niedersachsen.
Viele von Ihnen haben sich offen und werbend für diese Idee der Landesregierung ausgesprochen. Dafür danken wir Ihnen allen. Nun liegt eine besondere Verantwortung bei uns als evangelischer Kirche. Es ist ein konfessioneller Feiertag, den wir an vielen Orten in Niedersachsen als einen Tag für die ganze Gesellschaft gestalten wollen. Denn damit nehmen wir auch die kritischen Anfragen derer ernst, die sich eine andere Entscheidung gewünscht haben.
Der Reformationstag als gesetzlicher Feiertag soll von den guten Erfahrungen des Jahres 2017 her für alle christlichen Konfessionen und für alle Religionen, aber auch für die verschiedenen Weltanschauungen, ein Anlass und eine Verpflichtung sein, in den Dialog zu treten.
Die Reformationsgeschichte hat unsere ganze Gesellschaft geprägt. Sie formte unsere Rechtskultur, unser Bildungswesen, unsere Literatur- und Kunstgeschichte, unsere Werte und Normvorstellungen.
Die Reformatoren haben ein neues Denken über Gott und die Welt stark gemacht. Hier wurden entscheidende Impulse für Demokratie und Menschenrechte in unserem Land gegeben und gleichzeitig aber auch Fehler gemacht. Auch dem stellen wir uns mit diesem besonderen Feiertag.

Darum wird dieser Feiertag kein Jubeltag für einen einzelnen Reformator sein, da die Reformation nicht von einer Person allein auf den Weg gebracht wurde. Dieser Tag muss vielmehr einen grenzüberschreitenden Charakter in einer sich ständig verändernden Welt haben, darin liegt seine Chance und unsere Verantwortung.

Event single img Bildquelle: Dr. Th. Kück/B. Schröder

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